Die Einatmung

Beim Einatmen unterscheidet man Brust- und Bauchatmung. Bei der Brustatmung werden die Zwischenrippenmuskeln beim Einatmen angespannt. Dadurch heben sich die Rippen und damit auch der Brustkorb, und der Brustraum vergrößert sich. Da die Lunge der Brustkorbwand fest anliegt, folgen die elastischen Lungenflügel dieser Ausweitung des Raumes und dehnen sich aus. Die so erweiterten Lungenflügel saugen nun Außenluft an, die über Luftröhre und Bronchien einströmt.

Bei der Bauchatmung (Zwerchfellatmung) wird das Zwerchfell angespannt, das unterhalb der Lunge zwischen der Brust- und Bauchhöhle liegt und die Form einer Doppelkuppel hat. Durch die Anspannung flacht sich die Kuppel ab und der Brustraum wird in Längsrichtung (nach unten) vergrößert. Die am Brustkorb anhaftenden Lungenflügel dehnen sich entsprechend (ebenfalls nach unten) aus und saugen Außenluft an, die in die Lunge einströmt. Da bei der Bauchatmung während der Einatembewegung (Abflachung des Zwerchfells) der Platz unterhalb vom Zwerchfell geringer wird, müssen die Baucheingeweide nach unten verlagert werden und drängen die Bauchwand vor.

Im Allgemeinen werden Brust- und Bauchatmung miteinander kombiniert, sowohl bei tiefer als auch bei oberflächlicher Atmung. Bei Frauen soll die Brustatmung eine größere Rolle spielen als bei Männern – vermutlich weil sie öfter um eine gute Figur bemüht sind und daher eher darauf achten, ihren Bauch einzuziehen. Mit zunehmendem Alter und damit abnehmender Elastizität des Brustkorbs gewinnt hingegen die Bauchatmung gegenüber der Brustatmung an Bedeutung.