Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Was bedeutet Alpha-1-Antitrypsin-Mangel?

Alpha-1-Antitrypsin ist ein Eiweiß, das in der Leber produziert wird. Es verhindert, dass ein anderes Eiweiß, die Neutrophile Elastase, das überwiegend von weißen Blutkörperchen und einigen Zellen in der Lunge produziert wird, die Wände der Lungenbläschen „anfrisst“. Fehlt das Alpha-1-Antitrypsin, kann die Neutrophile Elastase die Lungenbläschen ungehindert angreifen.

Die Lungenbläschen werden zerstört, es existieren nur noch „schlaffe Säckchen“. Da diese nicht mehr in der Lage sind, den lebensnotwendigen Gasaustausch von Kohlendioxid aus dem und Sauerstoff in den Körper vorzunehmen, kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung des Körpers.

Bei Menschen mit einem Alpha-1-Antitrypsin-Mangel entwickelt sich so meistens zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr ein Lungenemphysem.

Da aber jeder Mensch ein einzigartiges Individuum ist, kann es auch verschiedene Varianten ein und derselben Erkrankung geben. Dies ist auch beim Alpha-1-Antitrypsin-Mangel so: Nicht jeder, der die Veranlagung in die Wiege gelegt bekommen hat, muss im Lauf seines Lebens ein Lungenemphysem entwickeln.

Leben mit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Sollte sich herausstellen, dass Sie oder ein Angehöriger einen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel haben, gibt es einige wichtige Dinge, die Sie tun können.

Ist ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel festgestellt, man aber noch nicht an einem Lungenemphysem erkrankt, lautet die Devise „Schützen und vorbeugen“. Ist man bereits an einem Lungenemphysem erkrankt, heißt es „Fortschreiten verlangsamen und lindern“.

In beiden Situationen gilt:
– Nicht rauchen
– Regelmäßig Sport treiben
– Eiweiß- und vitaminreiche Ernährung
– Schadstoffe am Arbeitsplatz meiden
– Offenes Holzfeuer meiden
– Infekte der Atemwege meiden

Auch Ihr Arzt kann Sie unterstützen, z. B. mit dem Rauchen aufzuhören oder Infekten der Atemwegen vorzubeugen, z. B. durch Grippeimpfung.

Unterstützen kann Sie das Patienten-Informationsprogramm „Leben mit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel“ von Talecris Biotherapeutics.